Samstag, 1. August 2026

Molekülsymmetrie und Gruppentheorie – Symmetrieoperationen, Punktgruppen, Charaktertafeln, SALCs und Auswahlregeln




Titelbild: Eigene Illustration des C2v-Wassermoleküls sowie der Reduktions- und Schwingungsdarstellungen.

Symmetrie ist weit mehr als eine geometrische Eigenschaft. Sie entscheidet, welche Orbitale miteinander mischen können, welche Schwingungen im Infrarot- oder Raman-Spektrum erscheinen und welche elektronischen Übergänge ein nichtverschwindendes Übergangsmoment besitzen. Gruppentheorie übersetzt diese räumlichen Eigenschaften in eine präzise algebraische Sprache.

Statt jedes komplizierte Integral vollständig auszurechnen, kann man häufig bereits anhand der Symmetrie zeigen, dass es exakt null sein muss. Große Hamiltonmatrizen zerfallen in kleinere unabhängige Blöcke. Entartungen werden klassifiziert, Ligandenorbitale zu symmetrieangepassten Linearkombinationen zusammengefasst und Normalschwingungen systematisch gezählt.

Teil 13 führt die fünf elementaren Symmetrieoperationen, molekulare Punktgruppen, Gruppenaxiome, Darstellungen, Charaktertafeln, Reduktionsformeln, direkte Produkte und Projektionsoperatoren ein. Anschließend werden diese Werkzeuge auf SALCs, Molekülorbitale, Normalschwingungen sowie IR-, Raman- und elektronische Auswahlregeln angewendet.

Einordnung: Teil 12 nutzte Symmetrie bereits implizit bei SALCs und der Hückel-Theorie. Teil 13 entwickelt die mathematische Grundlage systematisch. Teil 14 beginnt den Spektroskopieblock mit der Rotationsspektroskopie.

Lernziele

Nach diesem Beitrag kannst du:
  • Symmetrieelement und Symmetrieoperation unterscheiden,
  • Identität, Drehung, Spiegelung, Inversion und Drehspiegelung anwenden,
  • Moleküle wichtigen Punktgruppen zuordnen,
  • die vier Gruppenaxiome erklären,
  • Darstellungen, Charaktere und Klassen interpretieren,
  • eine Charaktertafel lesen,
  • reduzierbare Darstellungen in irreduzible Bestandteile zerlegen,
  • direkte Produkte für Auswahlregeln verwenden,
  • SALCs mit Symmetrie und Projektionsoperatoren konstruieren,
  • Translations-, Rotations- und Schwingungsdarstellungen unterscheiden,
  • IR- und Raman-Aktivität aus Charaktertafeln bestimmen,
  • elektronische Übergänge mit dem Übergangsmomentkriterium prüfen.

1. Symmetrieelement und Symmetrieoperation

Ein Symmetrieelement ist ein geometrisches Objekt: ein Punkt, eine Achse oder eine Ebene. Eine Symmetrieoperation ist eine Bewegung beziehungsweise Transformation, die das Molekül in eine von der Ausgangsanordnung ununterscheidbare Konfiguration überführt.

Beispiel: Beim Wassermolekül ist die C2-Achse das Symmetrieelement. Die Drehung um 180 Grad ist die zugehörige Operation.

2. Identität E

Die Identitätsoperation verändert nichts:

E: (x,y,z) → (x,y,z)

Jedes Molekül besitzt E. Die Identität ist für die Gruppentheorie unverzichtbar und entspricht algebraisch dem neutralen Element.

3. Eigentliche Drehung Cn

Eine Cn-Operation dreht das Molekül um:

φ = 360°/n

um eine Achse. Die Achse mit dem größten n heißt Hauptachse. Beispiele:

  • H2O: C2,
  • NH3: C3,
  • Benzol: C6,
  • SF6: mehrere C4- und C3-Achsen.

Mehrfache Anwendungen erzeugen Potenzen Cnk. Es gilt Cnn=E.

4. Spiegelung σ

Eine Spiegelung wird nach der Lage der Ebene relativ zur Hauptachse klassifiziert:

  • σv: enthält die Hauptachse,
  • σh: steht senkrecht auf der Hauptachse,
  • σd: vertikale Ebene, die Winkel zwischen C2-Nebenachsen halbiert.

Das Wassermolekül besitzt zwei σv-Ebenen. Eine ist die Molekülebene, die andere steht senkrecht dazu und enthält die C2-Achse.

5. Inversion i

Bei der Inversion wird jeder Punkt durch das Inversionszentrum auf die gegenüberliegende Seite abgebildet:

i: (x,y,z) → (−x,−y,−z)

Ein Molekül mit Inversionszentrum heißt zentrosymmetrisch. Beispiele sind CO2, Benzol und trans-1,2-Dichlorethen in idealer planarer Geometrie. H2O und NH3 besitzen kein Inversionszentrum.

6. Drehspiegelung Sn

Eine uneigentliche Drehung Sn besteht aus:

  1. einer Drehung Cn und
  2. einer Spiegelung an einer Ebene senkrecht zur Drehachse.
Sn = σhCn

Die beiden Teiloperationen kommutieren in diesem Zusammenhang. Wichtige Spezialfälle sind:

S1 = σ
S2 = i

Das gestaffelte Ethan besitzt eine S6-Achse und gehört zur Punktgruppe D3d.



Abbildung 1. Identität, Drehung, Spiegelung, Inversion und Drehspiegelung erzeugen die molekularen Punktgruppen.

7. Was ist eine Punktgruppe?

Eine Punktgruppe enthält sämtliche Symmetrieoperationen eines Moleküls, die mindestens einen Punkt fest lassen. Translationen gehören deshalb nicht zu molekularen Punktgruppen, sondern zu Raum- oder Liniengruppen.

Die Menge der Operationen ist unter ihrer Hintereinanderausführung abgeschlossen und erfüllt die Gruppenaxiome.

8. Die vier Gruppenaxiome

AxiomBedeutung
AbgeschlossenheitDas Produkt zweier Gruppenoperationen ist wieder ein Element der Gruppe.
Assoziativität(AB)C=A(BC).
IdentitätEs existiert E mit EA=AE=A.
InverseZu jedem A existiert A−1 mit AA−1=E.

Kommutativität ist kein allgemeines Gruppenaxiom. Gruppen, in denen AB=BA für alle Elemente gilt, heißen abelsch. C2v ist abelsch; C3v ist nicht abelsch.

9. Multiplikation von Operationen

Bei einem Produkt AB wird üblicherweise zuerst B und danach A ausgeführt. In C2v mit der z-Achse als C2-Achse gilt beispielsweise:

C2σv(xz) = σv′(yz)

Die vollständige Multiplikationstabelle einer endlichen Gruppe enthält jede Operation in jeder Zeile und Spalte genau einmal.

10. Ordnung und Klassen

Die Zahl der Gruppenoperationen heißt Gruppenordnung h. Für C2v ist:

h = 4

Zwei Operationen A und B gehören derselben Klasse an, wenn ein Gruppenelement X existiert mit:

B = XAX−1

Charaktertafeln besitzen je eine Spalte pro Klasse. In abelschen Gruppen bildet jede Operation eine eigene Klasse.

11. Niedrige Symmetrie: C1, Cs und Ci

  • C1: nur E, keine weitere Symmetrie.
  • Cs: E und eine Spiegelebene.
  • Ci: E und ein Inversionszentrum.

Diese Gruppen sind wichtig, weil reale substituierte Moleküle häufig nur geringe Symmetrie besitzen.

12. Cn-, Cnv- und Cnh-Familien

  • Cn: eine Hauptachse Cn, keine zusätzlichen senkrechten C2-Achsen,
  • Cnv: zusätzlich n vertikale Spiegelungsebenen,
  • Cnh: zusätzlich eine horizontale Spiegelungsebene.

H2O gehört zu C2v, NH3 zu C3v und ein ideales trans-planar angeordnetes Molekül kann zu C2h gehören.

13. Dn-, Dnh- und Dnd-Familien

D-Gruppen besitzen zusätzlich zur Hauptachse Cn genau n C2-Achsen senkrecht zur Hauptachse.

  • Dn: nur diese Drehachsen,
  • Dnh: zusätzlich σh,
  • Dnd: zusätzlich diagonale σd-Ebenen.

BF3 ist D3h, Benzol D6h, gestaffeltes Ethan D3d.

14. Lineare Moleküle

Lineare Moleküle besitzen eine unendlichzählige Hauptachse:

  • C∞v: heteronuklear ohne Inversionszentrum, etwa HCl oder CO,
  • D∞h: homonuklear oder zentrosymmetrisch, etwa N2 oder CO2.

Lineare Moleküle besitzen 3N−5 statt 3N−6 Schwingungsfreiheitsgrade, weil nur zwei unabhängige Rotationen existieren.

15. Hohe Symmetrie

Punktgruppetypische GeometrieBeispiel
TdtetraedrischCH4
OhoktaedrischSF6
IhikosaedrischC60

Hohe Symmetrie erzeugt mehrdimensionale irreduzible Darstellungen und damit charakteristische Entartungen.

16. Praktischer Entscheidungsweg

  1. Ist das Molekül linear?
  2. Besitzt es tetraedrische, oktaedrische oder ikosaedrische hohe Symmetrie?
  3. Welche Hauptdrehachse Cn existiert?
  4. Existieren n senkrechte C2-Achsen?
  5. Existieren σh, σv, σd, i oder Sn?
  6. Falls keine Hauptachse vorhanden ist: C1, Cs oder Ci prüfen.

17. Darstellungen einer Gruppe

Eine Darstellung ordnet jeder Symmetrieoperation R eine Matrix D(R) zu, sodass die Gruppenmultiplikation erhalten bleibt:

D(R1)D(R2) = D(R1R2)

Die Matrizen können auf kartesische Koordinaten, Atomverschiebungen, Orbitale, Bindungsvektoren oder beliebige andere Basisfunktionen wirken.

18. Beispiel einer kartesischen Darstellung

Eine C2-Drehung um die z-Achse transformiert:

(x,y,z) → (−x,−y,z)

Die zugehörige Matrix lautet:

D(C2) = diag(−1,−1,+1)

Ihre Spur beträgt −1. Diese Spur ist der Charakter der Operation in der kartesischen Darstellung.

19. Charakter einer Darstellung

χ(R) = Tr[D(R)]

Charaktere sind unabhängig von der gewählten Basis innerhalb derselben Darstellung. Ähnliche Matrizen besitzen dieselbe Spur. Deshalb genügt für viele gruppentheoretische Aufgaben die Charakterfolge, ohne die vollständigen Matrizen anzugeben.

20. Reduzierbare und irreduzible Darstellungen

Eine Darstellung heißt reduzierbar, wenn alle ihre Matrizen durch dieselbe Basistransformation gleichzeitig in Blockform gebracht werden können. Die einzelnen unzerlegbaren Blöcke heißen irreduzible Darstellungen oder kurz Irreps.

Γ = a1Γ1 ⊕ a2Γ2 ⊕ …

Die natürlichen Symmetrietypen eines Moleküls sind seine irreduziblen Darstellungen.

21. Bezeichnung irreduzibler Darstellungen

Häufig gelten folgende Konventionen:

  • A und B: eindimensionale Darstellungen,
  • E: zweidimensionale Darstellung,
  • T: dreidimensionale Darstellung,
  • Index 1 oder 2: Verhalten gegenüber einer zusätzlichen C2-Operation oder Spiegelung,
  • g und u: gerade oder ungerade bezüglich Inversion,
  • ′ und ″: symmetrisch oder antisymmetrisch bezüglich σh.

Die genaue Bedeutung der Indizes folgt aus der jeweiligen Charaktertafel.

22. Aufbau einer Charaktertafel

Eine Charaktertafel enthält:

  • den Namen der Punktgruppe,
  • Spalten für die Klassen von Symmetrieoperationen,
  • Zeilen für irreduzible Darstellungen,
  • Charaktere jeder Irrep,
  • typische lineare, rotatorische und quadratische Basisfunktionen.

Die Zahl der irreduziblen Darstellungen entspricht der Zahl der Klassen.



Abbildung 2. Die Charaktertafel von C2v ordnet Koordinaten, Rotationen und quadratische Funktionen den Irreps A1, A2, B1 und B2 zu.

23. Charaktertafel von C2v

Wir verwenden die z-Achse als C2-Achse und das Wassermolekül in der yz-Ebene:

C2vEC2(z)σv(xz)σv′(yz)lineare und rotatorische Funktionenquadratische Funktionen
A11111zx², y², z²
A211−1−1Rzxy
B11−11−1x, Ryxz
B21−1−11y, Rxyz

24. Orthogonalität der Charaktere

Die Charaktervektoren verschiedener irreduzibler Darstellungen sind mit Klassengewichten orthogonal:

ΣRnRχ(i)(R)*χ(j)(R) = hδij

nR ist die Zahl der Operationen in der jeweiligen Klasse. Diese Orthogonalität ermöglicht die eindeutige Zerlegung reduzierbarer Darstellungen.

25. Reduktionsformel

Die Häufigkeit ai einer Irrep Γi in einer reduzierbaren Darstellung Γ ist:

ai = 1/h ΣRnRχΓ(R)χ(i)(R)*

Für Gruppen mit ausschließlich reellen Charakteren kann die komplexe Konjugation weggelassen werden.

Beispiel 1: Reduktion in C2v

Gegeben sei:

Γ = (4,0,2,2)

Die Reduktion ergibt:

Γ = 2A1 + B1 + B2

Die Dimensionskontrolle lautet 4=2+1+1.

26. Direkte Produkte

Das direkte Produkt zweier Darstellungen beschreibt Produkte ihrer Basisfunktionen. Für Charaktere gilt besonders einfach:

χΓ⊗Λ(R) = χΓ(R)χΛ(R)

In einer abelschen Gruppe wie C2v ist das Produkt zweier eindimensionaler Irreps wieder eine einzelne Irrep.

A1A2B1B2
A1A1A2B1B2
A2A2A1B2B1
B1B1B2A1A2
B2B2B1A2A1

27. Totalsymmetrische Darstellung

Die totalsymmetrische Irrep besitzt für jede Operation den Charakter +1. In C2v ist dies A1.

Ein Integral über den gesamten Raum kann nur dann von null verschieden sein, wenn der Integrand einen totalsymmetrischen Anteil besitzt.

Γ(Integrand) enthält Γtot → Integral möglicherweise ≠ 0

Die Bedingung ist notwendig, aber nicht immer hinreichend: Ein Integral kann aus anderen Gründen dennoch verschwinden.

28. Projektionsoperator

Ein Projektionsoperator filtert aus einer beliebigen Basisfunktion f den Anteil einer Irrep Γ heraus:

(Γ)f = lΓ/h ΣRχ(Γ)(R)*R̂f

lΓ ist die Dimension der Irrep. Für mehrdimensionale Darstellungen existieren verfeinerte Projektoren auf einzelne Partnerfunktionen.

29. SALCs der beiden H-1s-Orbitale in H2O

Die beiden H-1s-Funktionen bilden unter C2v die reduzierbare Darstellung:

ΓH = (2,0,0,2)

Begründung:

  • E lässt beide Orbitale fest: Charakter 2.
  • C2 vertauscht sie: Charakter 0.
  • σv(xz) vertauscht sie: Charakter 0.
  • σv′(yz), die Molekülebene, lässt beide fest: Charakter 2.

Die Reduktion ergibt:

ΓH = A1 + B2

Die normierten SALCs sind näherungsweise:

χA1 ∝ 1sA + 1sB
χB2 ∝ 1sA − 1sB

30. Symmetrieauswahl für Wasser-MOs

Mit der gewählten Achsenkonvention transformieren die Sauerstofforbitale als:

O-OrbitalC2v-Symmetriemögliche H-SALC-Kopplung
2sA1χA1
2pzA1χA1
2pyB2χB2
2pxB1keine H-1s-SALC dieser Symmetrie

Gleiche Symmetrie erlaubt Mischung. Ihre Stärke hängt zusätzlich von Energieabstand und Überlappung ab.

31. Molekülorbitale und Blockdiagonalisierung

Wird eine Basis nach irreduziblen Darstellungen geordnet, zerfällt die Hamiltonmatrix in unabhängige Symmetrieblöcke:

H = H(A1) ⊕ H(A2) ⊕ H(B1) ⊕ H(B2)

Matrixelemente zwischen Basisfunktionen verschiedener Irreps verschwinden exakt. Dies reduziert Rechenaufwand und verhindert unphysikalische Mischung inkompatibler Orbitale.

32. Degenerierung und Dimension einer Irrep

Die Dimension einer irreduziblen Darstellung entspricht der symmetriebedingten Entartung:

  • A oder B: nichtentartet,
  • E: zweifach entartet,
  • T: dreifach entartet.

In C3v transformieren beispielsweise x und y gemeinsam wie E. In Td können drei Orbitale oder Schwingungskoordinaten eine T2-Darstellung bilden.

33. Jahn-Teller-Theorem

Ein nichtlineares Molekül in einem orbital entarteten elektronischen Zustand ist gegenüber einer Symmetrieerniedrigung instabil, sofern die Kopplung an geeignete Schwingungen erlaubt ist.

Die Verzerrung hebt die Entartung auf und kann die Gesamtenergie senken. Das Jahn-Teller-Theorem ist besonders wichtig für Übergangsmetallkomplexe und offene entartete π-Systeme.

34. Zahl der Normalschwingungen

Ein Molekül mit N Atomen besitzt 3N kartesische Verschiebungskoordinaten.

Für ein nichtlineares Molekül:

Nvib = 3N−6

Drei Freiheitsgrade sind Translationen und drei Rotationen.

Für ein lineares Molekül:

Nvib = 3N−5

Eine Rotation um die Molekülachse verändert die Kernanordnung nicht und zählt nicht als eigener Rotationsfreiheitsgrad.

35. Mechanische Darstellung Γ3N

Die 3N kartesischen Atomverschiebungen bilden eine reduzierbare Darstellung. Ihr Charakter für eine Operation R wird berechnet, indem nur Atome betrachtet werden, die durch R auf ihrer Position bleiben.

χ3N(R) = Σfesten AtomenTr[Dxyz(R)]

Vertauschte Atome tragen nicht zur Spur bei.

36. Γ3N für H2O

Für H2O in C2v ergibt sich:

Γ3N = (9,−1,1,3)

Die Reduktion lautet:

Γ3N = 3A1 + A2 + 2B1 + 3B2

37. Translationen und Rotationen

Aus der Charaktertafel:

Γtrans = A1(z) + B1(x) + B2(y)
Γrot = A2(Rz) + B1(Ry) + B2(Rx)

Damit:

Γvib = Γ3N−Γtrans−Γrot
Γvib = 2A1 + B2

Die Dimension 2+1=3 stimmt mit 3N−6=3 überein.

38. Normalschwingungen von Wasser

  • ν1, A1: symmetrische O–H-Streckung,
  • ν2, A1: H–O–H-Biegung,
  • ν3, B2: antisymmetrische O–H-Streckung.

Jede Normalkoordinate transformiert wie eine irreduzible Darstellung der Punktgruppe.



Abbildung 3. Die drei H2O-Normalschwingungen besitzen die Symmetrien 2A1+B2. Charaktertafeln zeigen direkt ihre IR- und Raman-Aktivität.

39. IR-Auswahlregel

Eine Normalschwingung Q ist infrarotaktiv, wenn sich das elektrische Dipolmoment entlang dieser Koordinate ändert:

(∂μ/∂Q)0 ≠ 0

Gruppentheoretisch muss die Schwingung wie mindestens eine kartesische Koordinate x, y oder z transformieren.

In C2v sind A1, B1 und B2 IR-aktiv; A2 ist nicht IR-aktiv.

40. Raman-Auswahlregel

Eine Normalschwingung ist Raman-aktiv, wenn sich die Polarisierbarkeit ändert:

(∂αij/∂Q)0 ≠ 0

Die Schwingung muss wie eine quadratische Funktion transformieren:

x², y², z², xy, xz oder yz

In C2v besitzt jede Irrep mindestens eine quadratische Basisfunktion. Daher sind alle C2v-Symmetrietypen grundsätzlich Raman-aktiv.

41. Aktivität der Wasserschwingungen

Für H2O gilt:

Γvib = 2A1 + B2

A1 transformiert wie z und quadratische Diagonalterme, B2 wie y und yz. Daher sind alle drei Fundamentalschwingungen sowohl IR- als auch Raman-aktiv.

42. Gegenseitiger Ausschluss bei Inversionssymmetrie

In zentrosymmetrischen Molekülen besitzen IR-aktive Moden ungerade Parität, weil x, y und z ungerade sind. Raman-aktive Moden besitzen gerade Parität, weil quadratische Funktionen gerade sind.

zentrosymmetrisch: dieselbe Mode nicht zugleich IR- und Raman-aktiv

Dies ist das Prinzip des gegenseitigen Ausschlusses. Eine Mode kann auch in beiden Methoden inaktiv sein.

43. Beispiel CO2

Lineares CO2 gehört zu D∞h und besitzt 3N−5=4 Normalschwingungsfreiheitsgrade:

  • ν1, Σg+: symmetrische Streckung, Raman-aktiv, IR-inaktiv,
  • ν2, Πu: zweifach entartete Biegung, IR-aktiv,
  • ν3, Σu+: antisymmetrische Streckung, IR-aktiv.

Die Biegung zählt wegen ihrer zweifachen Entartung als zwei Schwingungsfreiheitsgrade.

44. Elektronisches Übergangsmoment

Für Lichtpolarisation q=x,y oder z lautet das elektrische Dipolübergangsmoment:

Mfi,q = ⟨ψf|μ̂qi

Die Symmetriebedingung lautet:

Γf ⊗ Γ(μq) ⊗ Γi enthält Γtot

Nur dann kann das Integral von null verschieden sein.

45. Polarisationsauswahl in C2v

Ein Übergang A1→B2 ist mit y-polarisiertem Licht erlaubt:

B2 ⊗ B2 ⊗ A1 = A1

Mit x- oder z-Polarisation entsteht dagegen kein totalsymmetrisches Produkt.

46. Symmetrieverbot und Intensität

Ein symmetrieverbotener Übergang kann durch verschiedene Mechanismen schwach sichtbar werden:

  • Vibronische Kopplung und Herzberg-Teller-Mechanismus,
  • Spin-Bahn-Mischung,
  • Symmetrieerniedrigung durch Umgebung oder Schwingung,
  • magnetische Dipol- oder elektrische Quadrupolübergänge.

„Verboten“ bedeutet deshalb im führenden Modell verschwindendes Matrixelement, nicht absolute Unmöglichkeit.

47. Typische Fehler

FehlerKorrektur
Symmetrieelement und Operation gleichsetzenDas Element ist Achse, Ebene oder Punkt; die Operation ist die Transformation.
die Identität E vergessenJede Punktgruppe enthält E.
Sn mit einer gewöhnlichen Drehung verwechselnSn kombiniert Cn mit σh.
Spiegelebenen ohne Bezug zur Hauptachse benennenv, h und d werden relativ zur Hauptachse definiert.
Cn- und Dn-Gruppen verwechselnDn besitzt n zusätzliche C2-Achsen senkrecht zur Hauptachse.
Charaktere mit Matrixelementen gleichsetzenDer Charakter ist die Spur der Darstellungsmatrix.
Klassenfaktoren in der Reduktionsformel vergessenJede Klassenspalte wird mit ihrer Operationszahl nR gewichtet.
nur die Dimensionssumme als Beweis einer Reduktion verwendenAlle Charaktere müssen durch die Irrep-Summe reproduziert werden.
IR-Aktivität mit Raman-Aktivität gleichsetzenIR verlangt lineare, Raman quadratische Basisfunktionen.
den gegenseitigen Ausschluss auf nichtzentrosymmetrische Moleküle anwendenEr gilt nur bei vorhandener Inversionssymmetrie.
3N−6 für lineare Moleküle verwendenLineare Moleküle besitzen 3N−5 Schwingungsfreiheitsgrade.
„erlaubt“ als Garantie großer Intensität interpretierenSymmetrie erlaubt nur ein nichtverschwindendes Integral; seine Größe kann klein sein.

48. Übungsaufgaben

Aufgabe 1: Symmetrie von H2O und NH3

Nenne alle Typen von Symmetrieelementen des Wassermoleküls und bestimme seine Punktgruppe. Führe dasselbe für das ideale trigonal-pyramidale Ammoniakmolekül durch.

Aufgabe 2: Punktgruppen zuordnen

Bestimme die Punktgruppen der folgenden idealisierten Moleküle:

  1. HCl,
  2. CO2,
  3. BF3,
  4. CH4,
  5. SF6,
  6. Benzol,
  7. gestaffeltes Ethan.

Aufgabe 3: Operationen in C2v

Verwende die Operationen E, C2(z), σv(xz) und σv′(yz). Zeige durch Wirkung auf einen Punkt (x,y,z), dass:

C2σv(xz) = σv′(yz)

Bestimme außerdem die Inversen aller vier Operationen.

Aufgabe 4: Reduktion einer C2v-Darstellung

Eine reduzierbare Darstellung besitzt in der Reihenfolge E, C2, σv(xz), σv′(yz) die Charaktere:

Γ = (4,0,2,2)

Zerlege Γ mit der Reduktionsformel in irreduzible Darstellungen.

Aufgabe 5: Wasserstoff-SALCs in H2O

Die beiden H-1s-Orbitale bilden die Darstellung ΓH=(2,0,0,2). Reduziere sie und gib die beiden normierten SALCs für vernachlässigbare Überlappung an. Ordne passende Sauerstoff-Valenzorbitale zu.

Aufgabe 6: Normalschwingungen von H2O

Für die 3N-kartesische Darstellung von H2O sei:

Γ3N = (9,−1,1,3)

Reduziere Γ3N. Ziehe Translationen und Rotationen ab und bestimme Γvib.

Aufgabe 7: IR- und Raman-Aktivität von H2O

Entscheide anhand der C2v-Charaktertafel, welche der Moden 2A1+B2 IR-aktiv und welche Raman-aktiv sind. Gib für IR die mögliche Polarisationsrichtung an.

Aufgabe 8: Elektronische Polarisationsauswahl

Ein elektronischer Anfangszustand besitzt in C2v die Symmetrie A1, der Endzustand B2. Prüfe, ob der elektrische Dipolübergang für x-, y- oder z-polarisiertes Licht erlaubt ist.

Aufgabe 9: Direkte Produkte und Integraltest

Berechne in C2v die direkten Produkte:

  1. A2⊗B1,
  2. B1⊗B2,
  3. B2⊗B2.

Entscheide anschließend, ob ein Matrixelement ⟨B1A2|B2⟩ symmetrieerlaubt sein kann.

Aufgabe 10: CO2 und gegenseitiger Ausschluss

CO2 ist linear und zentrosymmetrisch. Bestimme die Zahl seiner Schwingungsfreiheitsgrade. Ordne symmetrische Streckung, zweifach entartete Biegung und antisymmetrische Streckung nach IR- und Raman-Aktivität ein. Erkläre den gegenseitigen Ausschluss.

49. Vollständige Lösungen

Lösung 1

H2O: Es besitzt E, eine C2-Achse durch O entlang der Winkelhalbierenden und zwei vertikale Spiegelebenen. Eine Ebene ist die Molekülebene, die zweite steht senkrecht dazu und enthält ebenfalls die C2-Achse.

Punktgruppe: C2v

Ein Inversionszentrum, σh oder eine höhere Drehachse fehlen.

NH3: Es besitzt E, eine C3-Hauptachse und drei σv-Ebenen, die jeweils die C3-Achse und eine N–H-Bindung enthalten.

Punktgruppe: C3v

Die pyramidale Struktur besitzt weder σh noch ein Inversionszentrum.

Lösung 2
Molekülentscheidende SymmetriePunktgruppe
HCllinear, heteronuklear, kein InversionszentrumC∞v
CO2linear und zentrosymmetrischD∞h
BF3trigonal-planar, C3, drei C2, σhD3h
CH4tetraedrischTd
SF6oktaedrischOh
Benzolplanarer Sechsring mit C6, senkrechten C2-Achsen und InversionD6h
gestaffeltes EthanC3, drei senkrechte C2-Achsen, Inversion und S6D3d
Lösung 3

Zuerst wirkt σv(xz):

(x,y,z) → (x,−y,z)

Danach wirkt C2(z):

(x,−y,z) → (−x,y,z)

Dies ist genau die Spiegelung an der yz-Ebene:

σv′(yz): (x,y,z) → (−x,y,z)

Also:

C2σv(xz)=σv′(yz)

Alle vier C2v-Operationen sind selbstinvers:

E−1=E,   C2−1=C2,   σv−1v,   σv−1v
Lösung 4

Die Gruppenordnung ist h=4. Für A1:

aA1 = 1/4[4·1+0·1+2·1+2·1] = 2

Für A2:

aA2 = 1/4[4+0−2−2] = 0

Für B1:

aB1 = 1/4[4+0+2−2] = 1

Für B2:

aB2 = 1/4[4+0−2+2] = 1

Damit:

Γ = 2A1 + B1 + B2

Die Dimensionskontrolle ergibt 2+1+1=4.

Lösung 5

Mit ΓH=(2,0,0,2):

aA1 = 1/4(2+0+0+2)=1
aB2 = 1/4(2+0+0+2)=1

A2 und B1 treten nicht auf:

ΓH = A1 + B2

Für vernachlässigbare Überlappung:

χA1 = [1sA+1sB]/√2
χB2 = [1sA−1sB]/√2

Passende Sauerstofforbitale:

  • A1: O-2s und O-2pz,
  • B2: O-2py,
  • O-2px ist B1 und besitzt keine passende H-1s-SALC.
Lösung 6

Reduktion von Γ3N=(9,−1,1,3):

Γ3N = 3A1 + A2 + 2B1 + 3B2

Translationen:

Γtrans = A1 + B1 + B2

Rotationen:

Γrot = A2 + B1 + B2

Subtraktion:

Γvib = 2A1 + B2

Die Dimension ist drei und stimmt mit 3·3−6=3 überein.

Lösung 7

IR: A1 transformiert wie z, B2 wie y. Daher:

  • beide A1-Moden sind z-polarisiert IR-aktiv,
  • die B2-Mode ist y-polarisiert IR-aktiv.

Raman: A1 enthält x², y² und z²; B2 enthält yz. Daher sind alle drei Moden Raman-aktiv.

H2O: alle Fundamentalschwingungen IR- und Raman-aktiv
Lösung 8

Die Bedingung lautet:

Γf⊗Γ(μq)⊗Γi enthält A1

Mit Γi=A1 und Γf=B2:

x-Polarisation: Γ(μx)=B1:

B2⊗B1⊗A1 = A2

nicht erlaubt.

y-Polarisation: Γ(μy)=B2:

B2⊗B2⊗A1 = A1

erlaubt.

z-Polarisation: Γ(μz)=A1:

B2⊗A1⊗A1 = B2

nicht erlaubt.

Der Übergang ist ausschließlich y-polarisiert symmetrieerlaubt.
Lösung 9

Aus der Produkttabelle:

A2⊗B1 = B2
B1⊗B2 = A2
B2⊗B2 = A1

Für das Matrixelement:

Γ = B1⊗A2⊗B2

Zunächst:

A2⊗B2 = B1

Dann:

B1⊗B1 = A1

Das Produkt ist totalsymmetrisch. Das Matrixelement kann daher symmetrieerlaubt und von null verschieden sein.

Lösung 10

CO2 besitzt N=3 Atome und ist linear:

Nvib = 3N−5 = 9−5 = 4
ModeSymmetrieEntartungIRRaman
symmetrische StreckungΣg+1inaktivaktiv
BiegungΠu2aktivinaktiv
antisymmetrische StreckungΣu+1aktivinaktiv

Die Zahl der Freiheitsgrade ist 1+2+1=4. Da CO2 ein Inversionszentrum besitzt, sind gerade Moden potenziell Raman-aktiv und ungerade Moden potenziell IR-aktiv. Dieselbe Mode kann nicht in beiden Spektren aktiv sein.

50. Zusammenfassung

  • Symmetrieelemente sind geometrische Objekte; Symmetrieoperationen sind Transformationen.
  • Die fünf Grundoperationen sind E, Cn, σ, i und Sn.
  • Alle Symmetrieoperationen eines Moleküls bilden eine Punktgruppe.
  • Gruppen erfüllen Abgeschlossenheit, Assoziativität, Identität und Inversenbedingung.
  • Darstellungen ordnen Gruppenoperationen Matrizen zu.
  • Charaktere sind die Spuren dieser Matrizen.
  • Reduzierbare Darstellungen zerfallen eindeutig in irreduzible Darstellungen.
  • Charaktertafeln enthalten Irreps, Klassen und typische Basisfunktionen.
  • Die Reduktionsformel bestimmt die Häufigkeit jeder Irrep.
  • Direkte Produkte prüfen Integrale und Auswahlregeln.
  • Ein Integral kann nur bei totalsymmetrischem Anteil des Integranden ungleich null sein.
  • Projektionsoperatoren erzeugen SALCs bestimmter Symmetrie.
  • Die H-1s-SALCs von H2O transformieren als A1+B2.
  • Für nichtlineare Moleküle gelten 3N−6, für lineare Moleküle 3N−5 Schwingungsmoden.
  • H2O besitzt Γvib=2A1+B2.
  • IR-Aktivität verlangt Transformation wie x, y oder z.
  • Raman-Aktivität verlangt Transformation wie eine quadratische Funktion.
  • In zentrosymmetrischen Molekülen schließen IR- und Raman-Aktivität einander für dieselbe Mode aus.
  • Elektronische Übergänge sind erlaubt, wenn Γf⊗Γ(μ)⊗Γi die totalsymmetrische Irrep enthält.

51. Häufig gestellte Fragen

Warum zählt die Identität als Symmetrieoperation?

Sie ist das neutrale Element der Gruppe und wird für die algebraische Abgeschlossenheit, Inversen und Darstellungen benötigt.

Kann ein asymmetrisches Molekül eine Punktgruppe besitzen?

Ja. Jedes Molekül besitzt mindestens E und gehört im niedrigsten Fall zur Punktgruppe C1.

Warum sind Operationen derselben Klasse in der Charaktertafel zusammengefasst?

Sie besitzen in jeder irreduziblen Darstellung denselben Charakter. Eine Klassenspalte enthält daher die gesamte notwendige Information.

Was bedeutet ein Charakter von null?

Die Spur der Darstellungsmatrix ist null. Bei einer Permutationsbasis bedeutet dies häufig, dass Basisfunktionen vertauscht werden; allgemein können sich positive und negative Diagonalbeiträge aufheben.

Ist eine SALC bereits ein Molekülorbital?

Nicht notwendigerweise. Eine SALC ist eine symmetrieangepasste Basisfunktion. Sie kann mit Zentralatomorbitalen derselben Symmetrie zu bindenden, nichtbindenden und antibindenden MOs kombiniert werden.

Warum kann unterschiedliche Symmetrie nicht mischen?

Das Hamiltonmatrixelement zwischen Funktionen verschiedener Irreps transformiert nicht totalsymmetrisch und integriert sich über den vollständigen Symmetrieraum zu null.

Sind alle Raman-aktiven Moden auch IR-aktiv?

Nein. Beide Prozesse besitzen verschiedene Auswahlregeln. Bei zentrosymmetrischen Molekülen sind sie für dieselbe Mode sogar gegenseitig ausgeschlossen.

Warum besitzt eine lineare Triatomverbindung vier statt drei Schwingungsfreiheitsgrade?

Die Biegung ist zweifach entartet: Das Molekül kann in zwei zueinander senkrechten Ebenen biegen. Zusammen mit zwei Streckungen ergeben sich vier Freiheitsgrade.

Garantiert eine erlaubte Symmetrie große Spektralintensität?

Nein. Sie garantiert nur, dass das führende Integral nicht durch Symmetrie zwingend null ist. Die tatsächliche Größe hängt von Wellenfunktionen, Ableitungen und Kopplungsstärken ab.

52. Ausblick auf Teil 14

Teil 14 behandelt die Rotationsspektroskopie. Aus Trägheitsmomenten und Rotationskonstanten werden Molekülgeometrien bestimmt. Behandelt werden lineare, symmetrische und asymmetrische Kreisel, Mikrowellen-Auswahlregeln, Zentrifugalverzerrung, Isotopensubstitution und die Strukturaufklärung aus Rotationsspektren.

Literatur und weiterführende Quellen

  1. P. Atkins, J. de Paula & J. Keeler: Atkins’ Physical Chemistry. Oxford University Press.
  2. P. W. Atkins & R. S. Friedman: Molecular Quantum Mechanics. Oxford University Press.
  3. F. A. Cotton: Chemical Applications of Group Theory. Wiley.
  4. D. M. Bishop: Group Theory and Chemistry. Dover.
  5. M. S. Dresselhaus, G. Dresselhaus & A. Jorio: Group Theory: Application to the Physics of Condensed Matter. Springer.

Didaktischer Hinweis: Achsenkonventionen beeinflussen die Bezeichnungen B1 und B2, nicht die Physik. In diesem Beitrag liegt H2O in der yz-Ebene, die z-Achse ist die C2-Achse. Bei anderer Achsenwahl können B1 und B2 vertauscht erscheinen.

Bild- und Nutzungsnachweis: Das Titelbild und die Abbildungen 1–3 wurden eigens für diesen Blogartikel mit selbst erstelltem Programmcode erzeugt. Es wurden keine Grafiken aus Lehrbüchern oder anderen Publikationen übernommen. Die Abbildungen sind für die Verwendung in diesem monetarisierbaren Blog vorgesehen.

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