Sonntag, 22. Februar 2026

Dinoflagellaten

Executive Summary

Dinoflagellaten – spezielle einzellige Algen – speichern in ihrem Zellinneren Stickstoff in Form von kristallinen Molekülen wie Guanin[1][2]. In einer aktuellen Studie (Wagner et al. 2026) wurde gezeigt, dass diese Mikroalgen zahlreiche organische Stickstoffverbindungen (Purine, Pyrimidine, Pteridine) aus dem Medium aufnehmen und in Form von Kristallen akkumulieren[2][3]. Diese Kristallisation dient als N-Speicher und fördert das Zellwachstum bei Stickstoffmangel[1][3]. Erstaunlicherweise ließen sich die Form und Optik dieser Biokristalle steuern: So entstanden beispielsweise weiße, birefringente Xanthin-Sphärolithe, die ähnlich wirken wie industrielle TiO₂-Dispersionen[2][4]. Das Potenzial dieser Ergebnisse reicht weit: Sie deuten auf neue Aspekte im marinen Stickstoffkreislauf hin und eröffnen biotechnologische Wege zur Herstellung von umweltfreundlichen, reflektierenden Materialien. In diesem Beitrag werden Studie und Kontext im Detail vorgestellt.



Biologischer Hintergrund

Dinoflagellaten sind wichtige Phytoplankton-Organismen in Ozeanen und Binnengewässern. Sie stehen für etwa die Hälfte der marinen Primärproduktion und nehmen etwa 50 % des globalen CO₂ auf[5]. Viele Arten leben in Symbiose mit Korallen und überdauern selbst in stickstoffarmen Gewässern, wo Nährstoffspitzen nur zeitweise auftreten[5][6]. Dabei benötigen Dinoflagellaten Strategien, um in N-armen Phasen zu überleben. Frühere Arbeiten haben gezeigt, dass kristallines Guanin als Stickstoffdepot fungiert: Die Dinoflagellaten nehmen bei Überschuss nitrat-/ammoniumhaltige Nährstoffe auf oder nutzen exogenes Guanin und bilden daraus Guanin-Kristalle, die später wieder für Wachstum genutzt werden[1][6]. Guanin ist dabei ausgesprochen unlöslich bei physiologischem pH und verursacht keine toxischen Effekte, weshalb es sich evolutionär als zuverlässiger N-Speicher bewährt hat[1].



Abbildung: Amphidinium carterae im Licht- und Rasterelektronenmikroskop (Pfeile markieren Pyrenoide). Dieses marine Dinoflagellat diente als Modellorganismus der Studie (Quelle: Durán-Riveroll et al., CC BY 4.0).

Studiendesign und Methoden

Die Autoren kultivierten Amphidinium carterae unter Stickstoffmangel und versetzten die Zellen dann mit verschiedenen gelösten N-haltigen Verbindungen (Purin-, Pyrimidin- und Pteridin-Heterocyclen)[2][3]. Mit UV/Vis-Spektroskopie wurde der Konzentrationsabfall der Verbindungen im Medium gemessen, um die Aufnahmekinetik zu bestimmen[3]. Parallel beobachteten sie die Zellen mikroskopisch (Laser-Raman, Polarisationsmikroskopie) sowie mittels kryogenem Rasterelektronenmikroskop (cryo-SEM), um die Kristallisationsprozesse im Zellinneren direkt zu verfolgen. Außerdem untersuchten sie das Zellwachstum auf den verschiedenen N-Quellen und variierten Versuchsparameter (z. B. Hemmung der Lipidsynthese mit Cerulenin) zur Steuerung der Kristallbildung. Dieser experimentelle Ablauf lässt sich wie folgt skizzieren:

flowchart LR
    Zellen[Zellkultur: *Amphidinium carterae*] --> Nährmedium[Nährmedium + N-haltiger Stoff]
    Nährmedium --> Aufnahme[Aufnahme der N-Verbindung (Vakuolenbildung)]
    Aufnahme --> Kristallisation[Kristallisation der N-Verbindung im Aufnahmevakuol]
    Kristallisation --> Umwandlung[Umwandlung zu Guanin (Lösungs- und Enzymprozesse)]
    Umwandlung --> Speicher[Speicherung als Guanin-Kristalle im Speicher-Vakuol]
    Speicher --> Wachstum[Zellwachstum und Teilung]

Ergebnisse der Studie

Die Studie zeigte, dass A. carterae schnell vielfältige organische N-Verbindungen aufnimmt und diese in Form von Kristallen akkumuliert[3]. Die Autoren fanden, dass praktisch alle untersuchten Heterocyclen (z. B. Guanin, Xanthin, Hypoxanthin, Urat, Cytosin, Pterin) innerhalb von Minuten bis Tagen aus dem Medium verschwanden (Abbildung unten), während die Algen an Zahl zunahmen[3]. Die Aufnahmerate korrelierte dabei mit der Löslichkeit des Moleküls: wenig lösliche Stoffe (z.B. Leucopterin, Xanthopterin) wurden schneller kristallisiert als sehr lösliche Stoffe wie Cytosin[3][7]. Tabelle 1 fasst die wichtigsten Befunde zusammen:

Verbindung

Löslichkeit (mol/L)

Kristallform (Aufnahmevakuole)

Morphologie

Endzustand (Speicher)

Guanin

3.8×10⁻⁵

β-Guanin

ungeordnetes Polykrystal

β-Guanin (kristallin)

Hypoxanthin

5.3×10⁻³

Hypoxanthin

Polykrystalline Plättchen

β-Guanin (kristallin)

Xanthin

2.5×10⁻⁴

Xanthin

sphärolitische Aggregate

β-Guanin (kristallin)

Adenin

5.5×10⁻³

Hypoxanthin

ungeordnetes Polykrystal

β-Guanin (kristallin)

Urat

1.9×10⁻⁴

Urat

sphärolitisch

semi-kristalliner Urat/Harnstoff

Pterin

3.4×10⁻⁵

Pterin

nadelförmig

β-Guanin (kristallin)

Xanthopterin

1.4×10⁻⁴

Xanthopterin

sphärolitisch (1D)

semi-kristallin

Leucopterin

6.8×10⁻⁶

Leucopterin-Hemihydrat

nadelförmig

β-Guanin (kristallin)

Cytosin

6.6×10⁻²

Cytosin-Monohydrat

große Einzelkristalle

β-Guanin (kristallin)

Theobromin

1.8×10⁻³

Theobromin-Monohydrat

große Einzelkristalle

β-Guanin (kristallin)

Auszug aus Tabelle 1 der Originalstudie (Ausschnitt). Wie Tabelle 1 zeigt, bilden wasserlösliche Moleküle (Cytosin, Theobromin) lange nadelige Einzelkristalle, während schwer lösliche Heterocyclen (z.B. Leucopterin, Hypoxanthin, Pterin) polykrystalline Aggregate bilden. Besonders interessant sind sphärolitische Strukturen: Xanthopterin und Urat kristallisierten in geordneten sphärolitischen Faserbündeln (mit flüssigkristalliner Ordnung), und Xanthin bildete kristalline Sphärolithe mit charakteristischem „Maltese Cross“ unter polarisiertem Licht[8].

Nach einigen Stunden bis Tagen Beobachtung lösten sich die ursprünglich gebildeten Kristalle in den Aufnahmevakuolen auf und gleichzeitig entstanden Guanin-Kristalle im Speicher-Vakuol[9]. Dies deutet darauf hin, dass die Algen die aufgenommenen N-Verbindungen entweder enzymatisch zu Guanin umwandeln oder abbauen und aus den Bausteinen Guanin nachsynthesieren[9]. Offenkundig haben A. carterae und vermutlich viele andere Dinoflagellaten eine starke Präferenz für Guanin als langfristigen N-Speicher entwickelt[9][1]. Die Bildung und Auflösung dieser Kristalle scheint ein genereller Mechanismus im Stickstoffstoffwechsel dieser Mikroalgen zu sein[10][11].

Biomechanismen der Kristallisation

Die Bildung organischer Kristalle in Lebewesen (Biomineralisation organischer Substanzen) ist aus Augenlinsen, Chitin oder Zahnschmelz bekannt, aber dort meist anorganische Minerale beteiligt. Organische Biokristalle wie Guanin finden sich in Fischen, Krustentieren oder Insekten als Spiegel- und Streuelemente[12][8]. Hier nutzen Dinoflagellaten anscheinend spezielle Vakuolen im Zellinneren: Im Rahmen des Experiments traten zuerst sog. Aufnahmevakuolen auf, in denen die N-Verbindungen hochkonzentriert wurden. In diesen Vakuolen kam es zur Kristallisation der jeweiligen Verbindung[13]. Solche Vakuolen könnten durch Endocytose (Pinozytose) oder spezielle Transporter entstehen. Anschließend werden die Kristalle transportiert oder gelöst und in Speichervakuolen verbracht, wo meist Guanin-Kristalle neu gebildet werden[9].

Die Steuerung der Kristallformen ist bemerkenswert: Durch chemische Eingriffe wie die Hemmung der Lipidbildung (Cerulenin-Zugabe) konnten die Autoren gezielt die Partikelgröße und Morphologie beeinflussen[9]. Für biotechnologische Anwendungen ist dies wichtig, da Form und Größe der Kristallaggregate über ihre optischen Eigenschaften entscheiden (z. B. weißes Streulicht vs. gerichtetes Spiegeln).

Ökologische Implikationen

Die Entdeckung, dass Dinoflagellaten eine breite Palette organischer Stickstoffverbindungen aufnehmen und kristallisieren, hat Konsequenzen für den marinen Stickstoffkreislauf. Bisher wurde angenommen, dass Phytoplankton hauptsächlich anorganisches Nitrat/Ammonium nutzt. Diese Studie legt nahe, dass gelöstes organisches Stickstoff (DON) in Form komplexerer Moleküle eine viel wichtigere Rolle spielt als gedacht[3][10]. Da Kristallisation in der Zelle einen langsamen, stabilen N-Pool schafft, könnten Dinoflagellaten damit N-Ausfälle in der Umwelt puffern. In N-limitierten Habitaten wie Korallenriffen oder oligotrophen Meeresregionen ermöglicht dies vermutlich ein überlebenswichtiges Reservoir[6][9].

Langfristig könnte dieses Wissen die Modellierung globaler Stoffkreisläufe beeinflussen: Kristallines Guanin in Algen kann eine bedeutende N-Speicherform im marinen Ökosystem sein[14][11]. Zudem zeigen die Beobachtungen, dass Dinoflagellaten vermutlich weltweit DON direkt verwerten, was die Nahrungsketten vernetzen könnte (Mixotrophie zwischen Phytoplankton und DOC). Ein tieferes Verständnis dieser Mechanismen könnte helfen, die Auswirkungen von N-Dünung (Eutrophierung) oder Klimawandel auf Korallenriffe und Phytoplanktonpopulationen besser abzuschätzen[5][11].

Biotechnologische Anwendungen

Die Möglichkeit, in vivo kristalline, weiß reflektierende Materialien herzustellen, eröffnet neuartige Biotech-Pfade. Klassische Weißpigmente sind anorganisch (z.B. Titan(IV)-oxid, ZnO, Bariumsulfat) und erfordern energieintensive Prozesse. Biogene Kristalle wie Guanin sind biokompatibel und ungiftig[15][16]. Wagner et al. demonstrieren, dass man Mikroalgen als „zelluläre Fabriken“ nutzen kann: Durch Zugabe bestimmter organischer N-Verbindungen kann man gezielt Kristallpartikel mit gewünschter Morphologie züchten[2][17].

Die Studie brachte z.B. xanthinreiche sphärische Partikel hervor, deren optische Simulation zeigte, dass dichte Dispersionen davon sichtbares Licht breitbandig reflektieren – analog zu TiO₂-Pigmenten[4]. Solche partikulären Streumaterialien ließen sich theoretisch als Weißpigment in Farben, Kosmetik oder Lichtstreuern einsetzen. Auch dünnschichtige, monodisperse Schichten wären denkbar, indem man die Partikelgröße steuert und geschichtete Anordnungen formt[4][17].

Herstellung: A. carterae kann in großtechnischen Fotobioreaktoren kultiviert werden[18] – solche Anlagen sind bereits für die Algenproduktion kommerziell erprobt. Die Forscher schlagen vor, modifizierte Medien und Kulturbedingungen zu entwickeln, um die Kristallproduktion zu maximieren[18][19]. Anschließend müssen die Zellen geerntet und die Kristalle extrahiert bzw. vom zellulären Material getrennt werden – ein entscheidender Entwicklungsschritt für jede industrielle Anwendung[18].

Herausforderungen: Bislang liegt die Studie im Labormaßstab. Für die industrielle Anwendung sind Verfahren zur effizienten Aufarbeitung (z.B. Filtration, Extraktion) nötig. Auch müssen Reinheit und Homogenität der Kristalle gewährleistet sein. Eventuell müssen die Mikroalgen gentechnisch oder chemisch angepasst werden, um Ausbeute und Kontrolle zu verbessern[19]. Sicherheitsbedenken sind minimal, da weder toxische Substanzen noch gefährliche Abfallprodukte anfallen – die N-Verbindungen sind natürlich oder vergleichsweise harmlos (auch wenn etwa Verbindungen wie Melamin aus Umweltgiften einbezogen werden könnten). Allerdings ist die Technologie neu, sodass Patent- und Zulassungsfragen sorgfältig geprüft werden müssen.

Einsatzgebiete: Abgesehen von Weißpigmenten sehen die Autoren auch Anwendungen in der Photonik (brechende Filmschichten, Filter) und der Wirkstoffkristallisation[2][20]. So könnte man schwer kristallisierbare Arzneimittel (z.B. Fluorcytosin) in Dinoflagellaten „auskristallisieren“ lassen[20]. Auch zur Bioremediation bietet sich Potenzial: Organische Schadstoffe (z.B. Melamin) könnten ähnlich in Kristallform entzogen werden[20].

Vergleich mit bestehenden Materialien

Im Folgenden vergleichen wir exemplarisch einige reflektierende Materialien nach optischen und ökologischen Kriterien:

Material

Brechungsindex n (sichtbar)

Reflektivität/Optik

Produktion / Komplexität

Umweltbelastung

Kosten (€·kg⁻¹) (≈)

Titan(IV)-oxid (TiO₂)

2,5–2,9 (Rutil)

Hervorragende Weißpigment-Effizienz (RI hoch)[16]

Erfordert Hochtemperatur-Synthese und Abbau von Ilmenit

Hoher Energieaufwand, Mining, Nanopartikel-Toxizität

1–2 € (kommerziell)

Zinkoxid (ZnO)

~2,0

Gute Streuwirkung, weniger effektiv als TiO₂

Semikristalline Synthese (trivialer als TiO₂)

Ähnlich zu TiO₂, aber etwas günstiger Abbau

~2 € (üblicher Preis)

Bariumsulfat (BaSO₄)

1,64

Standard-Opazitätsmittel (niedriger Reflektion)

Bergbau + chem. Fällung

Abbau und Lösemittel(Spuren)

~1 €

Biogenes Guanin (Fischschuppen)*

1,83 (Ebenenorientierung)[16]

Sehr hoher Streu-Index (biolog. Opal-Effekt)

Abtrennung von Fischschuppenabfällen (nachhaltig)

Gering (Kreislaufnutzung), ungiftig

10–50 € (Marktpreis als Pigment)

A. carterae-Kristalle (neu)

1,72 (effektiv)[16]

Birefringente, weiß reflektierende Nanosphären (simuliert)[4]

Biokultur + Fütterung; Erwärmung nur Sonnenlicht

Gering (keine Metalle, CO₂-neutral prinzipiell)

unbestimmt (Forschungsstadium)

*Die Werte in dieser Tabelle sind grobe Richtwerte. Die Kosten für neue Bio-Materialien sind noch unsicher.

Ausblick und offene Fragen

Wagner et al. liefern einen vielversprechenden Startpunkt, aber es bleiben viele Forschungsfragen offen. Unklar sind etwa die genetischen und biochemischen Mechanismen der N-Transporter und Kristallisationskatalyse – hier wären molekulare Arbeiten (Gen-Expression, Mutanten) wichtig[21][20]. Ebenso interessant ist die Variation unter anderen Dinoflagellaten oder Mikroalgen: Bilden auch marinetoxische Arten oder Süßwasseralgen ähnliche Kristalle? Wie reagieren natürliche Populationen auf veränderte DON-Konzentrationen in situ?

Für die Materialherstellung muss weiter an der Skalierung gearbeitet werden. Praktische Versuche könnten den Fütterungsprozess optimieren, z.B. durch kontinuierliche Zufuhr von N-Heterocyclen und automatisierte Ernte. Auch die Zusammenlagerung kristalliner Partikel zu geordneten Photonik-Strukturen ist eine Herausforderung: Hier könnten Verfahren wie Selbstassemblierung oder 3D-Druck ins Spiel kommen. Schließlich sollten Langzeitstudien klären, ob die Dinoflagellaten die Kristalle ohne Schädigung verkraften und wie stabil die Produkte im Einsatz sind.

Unstated assumptions: In dieser Studie wurde stark mit hohen Kofixierungen von organischen N-Stoffen experimentiert, die in natürlichen Gewässern so konzentriert selten vorkommen. Es wird angenommen, dass dieser Mechanismus auch unter natürlicheren Bedingungen (leichte DON-Überschüsse) relevant ist. Außerdem nutzt A. carterae ein spezielles Stoffwechselbild, das nicht auf alle Phytoplankton-Gruppen verallgemeinert werden kann. Diese Annahmen müssen experimentell überprüft werden.

Zusammenfassung: Die Entdeckung, dass Dinoflagellaten organische Stickstoffverbindungen akkumulieren und kristallisieren können, erweitert unser Verständnis des Stickstoffkreislaufs und öffnet neue Wege in der biotechnologischen Materialproduktion[10][20]. Durch die Kombination traditioneller Algenkultur mit moderner Nanotechnologie könnten demnächst umweltfreundliche optische Materialien aus dem Meer kommen.

Quellen: Wagner et al., Nat. Biotechnol. (2026) DOI:10.1038/s41587-026-03006-6[2][20]; Jülich (2021) PNAS – Pressetext (deutsch)[1][5]; weitere Referenzen in Text.


[1] [5] Kristalliner Nährstoffspeicher in Algen und Korallen

https://analytik.news/presse/2021/92.html

[2] [3] [4] [7] [8] [9] [10] [11] [12] [13] [15] [16] [17] [18] [19] [20] [21] (PDF) Harnessing microalgae for the biosynthesis of molecular crystals

https://www.researchgate.net/publication/400945356_Harnessing_microalgae_for_the_biosynthesis_of_molecular_crystals

[6] Kristalliner Nährstoffspeicher in Algen und Korallen

https://www.fz-juelich.de/de/aktuelles/news/pressemitteilungen/2021/2021-02-09-guanin

[14]  Guanine, a high-capacity and rapid-turnover nitrogen reserve in microalgal cells - PMC

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7768779/

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